Es gibt Momente im Leben, die alles verändern – und meistens haben sie feuchte Nasen und ein flauschiges Fell. Wenn ihr diesen Blog gefunden habt, dann wahrscheinlich, weil ihr genauso hundeverrückt seid wie wir oder gerade selbst vor der Entscheidung steht, ein neues Familienmitglied auf vier Pfoten aufzunehmen. Bei uns ist die Entscheidung gefallen: Ein Berner Sennenhund wird unser Leben bereichern. Ihr Name? Nala.
In diesem ersten Beitrag möchte ich euch mitnehmen auf die Reise unserer Vorfreude, euch erklären, warum es ausgerechnet ein Berner sein musste, und von unserem ersten Besuch beim Züchter berichten.
Der Berner Sennenhund: Mehr als nur ein „Teddybär“
Bevor wir uns für Nala entschieden haben, haben wir uns intensiv mit der Rasse auseinandergesetzt. Wer einen Berner Sennenhund sieht, denkt meist sofort an zwei Dinge: „Gott, ist der flauschig!“ und „Was für ein gemütlicher Riese.“ Und beides stimmt!
Der Berner Sennenhund stammt ursprünglich aus der Schweiz, genauer gesagt aus der Region rund um Bern. Früher waren sie die Allrounder auf den Bauernhöfen: Sie bewachten das Haus, trieben das Vieh und zogen sogar kleine Wagen mit Milchkannen zum Markt. Diese Geschichte merkt man ihnen heute noch an. Sie sind wachsam, aber keine Kläffer, und sie sind unglaublich kraftvoll.
Was zeichnet den Berner aus?
- Das Gemüt: Er gilt als Inbegriff der Gelassenheit. Ein Berner lässt sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen – eine Eigenschaft, die uns als Familie besonders wichtig war.
- Die Optik: Das dreifarbige Fell (Trikolore) mit dem tiefen Schwarz, den sattbraunen Abzeichen und der charakteristischen weißen Blesse ist einfach wunderschön.
- Der Familienfokus: Berner Sennenhunde sind extrem menschenbezogen. Sie wollen nicht irgendwo im Zwinger leben, sondern mittendrin sein. Sie brauchen den Anschluss an ihr „Rudel“.
Natürlich darf man nicht verschweigen, dass sie auch eine konsequente Erziehung brauchen (Stichwort: Dickkopf!) und ordentlich Haare verlieren. Aber wer kann diesem Blick aus treuen braunen Augen schon widerstehen?
Die Suche nach dem perfekten Züchter
Die Entscheidung für eine Rasse ist das eine, den richtigen Partner an der Seite zu finden das andere. Da wir in Mülheim an der Ruhr leben, war uns wichtig, einen seriösen Züchter in erreichbarer Nähe zu finden, dem das Wohl der Tiere und eine gute Sozialisierung am Herzen liegen.
Nach einigen Telefonaten und Recherchen hatten wir Glück. Wir fanden eine Zucht, bei der die Chemie sofort stimmte. Als dann die Nachricht kam, dass der Wurf gesund und munter zur Welt gekommen ist, gab es bei uns kein Halten mehr.
Der erste Besuch: Treffen mit Nala
Könnt ihr euch das Gefühl vorstellen, in einen Raum voller kleiner, tapsiger Fellknäuel zu kommen? Es ist pure Magie. Wir durften Nala bereits besuchen, kurz nachdem sie die Welt zum ersten Mal mit offenen Augen erkunden konnte.
Die Wartezeit: Zwischen Vorfreude und Vorbereitung
Jetzt sitzen wir hier und zählen die Tage. Nala ist noch bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern, lernt dort das wichtige Sozialverhalten und wird bestens auf ihr Leben bei uns vorbereitet.
Wir haben uns dazu entschieden, den Einzug ganz bewusst zu planen. Nach dem Osterurlaub ist es so weit. Das hat den großen Vorteil, dass wir danach die volle Zeit und Aufmerksamkeit für die Eingewöhnung haben. Keine Termine, kein Stress – nur wir und Nala.
Bis dahin verwandelt sich unser Zuhause langsam aber sicher in ein Hundeparadies:
- Das Equipment: Ein XL-Körbchen (sie wird ja schnell wachsen!), Näpfe, Leinen und natürlich das erste Spielzeug sind bereits gekauft.
- Die Sicherheit: Wir prüfen gerade jeden Winkel im Garten und im Haus. Ist alles welpensicher?
- Das Wissen: Wir lesen uns noch einmal intensiv in die Welpenerziehung ein.
Warum dieser Blog?
Ich habe mich dazu entschieden, diesen Blog ins Leben zu rufen, um unsere Erfahrungen festzuhalten. Vom ersten Tag im neuen Zuhause über die ersten Besuche in der Welpenschule bis hin zu den großen Abenteuern, die wir als Familie erleben werden.
Ein Hund ist nicht nur ein Haustier, er ist ein Lebensabschnittsgefährte. Und gerade ein Berner Sennenhund mit seiner tiefen Loyalität wird unseren Alltag in Mülheim sicher ordentlich umkrempeln.
Ausblick
Wenn ihr wissen wollt, wie Nalas erste Nacht bei uns verläuft und wie wir die erste Zeit meistern, dann schaut bald wieder vorbei! Der nächste Beitrag wird sich ganz um den „Abholtag“ und die erste Woche im neuen Heim drehen.
Bis bald!

